Unser Auftrag: Sichere Versorgung.

Hauptaufgabe des Winterdienstes ist die Gewährleistung der Verkehrssicherheit auf unseren Strassen auch bei prekären Verhältnissen. Die Verantwortung für die Versorgungssicherheit, d.h. sicherstellen, dass Auftausalz immer in ausreichender Menge verfügbar ist, liegt bei den Schweizer Salinen.

Die Versorgungssicherheit basiert auf mehreren Faktoren. Zuerst muss Salz in ausreichender Menge hergestellt werden können. Des Weiteren bedarf es eines Lagerungskonzepts, das optimal auf die geografischen und zeitlichen Bedürfnisse abgestimmt ist. Und schliesslich muss logistisch gewährleistet sein, dass auch bei Spitzenbedarfszeiten Auftausalz zeitnah bis in abgelegendste Regionen der Schweiz transportiert werden kann.

Produktionskapazität

Jährlich produzieren die Schweizer Salinen bis zu 600 000 Tonnen Salz für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke. Auftausalze machen je nach Winter über 50% der Gesamtmenge aus. Der Verbrauch ist sehr wetterabhängig und kann zwischen einem sehr milden und einem sehr harten Winter um den Faktor 4 schwanken.

Lagerungskonzept

In der Schweiz sind insgesamt Lagerkapazitäten für 400 000 Tonnen Auftausalz in einem Dreistufenmodell vorhanden. In lokalen, kleineren Salzsilos befinden sich die Mehrtagesreserven. In regional verteilten, mittelgrossen Lagern ist Auftausalz für die Monatsreserve deponiert. Die Lager für die Saisonreserve sowie das strategische Mehrjahreslager schliesslich befinden sich bei den Schweizer Salinen. Um einerseits die wetterbedingten Schwankungen des Salzbedarfs über mehrere Jahre puffern zu können und andererseits die Versorgungssicherheit auch bei mehreren aufeinanderfolgenden extrem strengen Wintern gewährleisten zu können, wurde in den vergangenen Jahren die strategische Lagerkapazität ausgebaut. Die Lagerkapazitäten der Schweizer Salinen machen gut 60% des gesamten nationalen Fassungsvermögens aus.

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Das Volumen einer monatlichen Verladeleistung entspricht einer Zugkomposition von 35km Länge.

Logistikleistung

Besonders in Extremsituationen, wenn beispielsweise bei mehreren harten Wintermonaten viele Kunden gleichzeitig Salznachschub aus den strategischen Lagern benötigen, muss sichergestellt werden, dass sowohl beim Bestelleingang wie auch beim Verlad keine Engpässe entstehen. Bei den Schweizer Salinen kommt ein bedarfsabhängiges Phasenmodell bei der Auslieferlogistik zur Anwendung, Ressourcen werden flexibel eingesetzt. Zudem wurde stetig in die Verladeleistung investiert, sodass inzwischen 7 000 Tonnen Salz pro Tag auf LKW und Bahn verfrachtet werden können. Das Netzwerk mit lokalen Transporteuren ist ein weiterer Erfolgsbaustein für eine optimale Logistikkette.