Im Dienste des Winterdienstes

Carl A.C. Habich, Leiter Business Unit Primärsalze

Pünktlich zum Saisonstart fiel der erste Schnee. Ist die Schweiz in Punkto Auftausalz gut auf die kalte Jahreszeit vorbereitet?

Carlo Habich: Ich denke schon. Die Lager der Kunden sind gemessen an den Sommerauffüllungen voll. Seitens Schweizer Salinen sind wir ebenfalls bestens gerüstet bezüglich Lieferbereitschaft und Versorgungssicherheit.

Die TAUFIX® Mietsilos sind eine Erfolgsgeschichte. Wie geht es weiter?

Mit den Mietsilos scheinen wir in der Tat ein Bedürfnis unserer Kunden getroffen zu haben. Alleine von den 25 m3 Metallsilos haben wir 150 Stück vermietet. Nun gilt es, unseren ergänzenden Service zu den Mietsilos auszubauen.

Die grossen Holzsilos beispielsweise können bereits mit unserer Dienstleistung TAUFIX® Manager kombiniert werden. Das heisst, die Auftausalz-Bestellung erfolgt nicht mehr durch einen Mitarbeiter des Kunden, sondern wird automatisch ausgelöst, sobald die Restmenge im Salzsilo einen vorab definierten Mindestwert unterschreitet. Neben dem Komfortgewinn und der Reduktion administrativer Aufgaben wird somit auch die Versorgungssicherheit gesteigert, da immer eine vorbestimmte Mindestmenge an Salz verfügbar ist. Voraussetzung dafür ist ein im Silo eingebautes digitales Messsystem.

Mehrere Kunden sind nun auf uns zugekommen mit der Farge, ob wir zukünftig auch bei den kleineren Metallsilos eine digitale Füllstandmessung anbieten könnten. Dafür werden diese Saison verschiedene Tests durchgeführt, um die Machbarkeit zu klären.

Die Zürcher setzen im Winterdienst auf Auftausalz und die Basler vermehrt auf Sole. Was wenn nun alle Sole bräuchten?

Grundsätzlich ist Winterdienst auf verschiedene Arten möglich, reines Auftausalz und Sole haben beide ihre spezifischen Vorteile. Wir haben in den vergangenen Jahren viel investiert, um die Versorgungssicherheit mit Auftausalz schweizweit auch bei strengsten Bedingungen zu gewährleisten. Strategische Auftausalzlager sind dabei im wirtschaftlichen Vergleich wesentlich attraktiver als Tanklager für Sole. Auch aus ökologischer Sicht ist es nicht sinnvoll, Wasser – was Sole grösstenteil ist – über grössere Entfernungen zu transportieren. Die NSNW haben bisher gute Erfahrungen mit Sole gemacht. Sie verfügen am Standort Sissach über eine eigene Lösestation, beziehen die Sole teilweise aber auch direkt bei uns. Dadurch erhalten sie sich eine gewisse Flexibilität. Wer weiter als 100km von der Saline entfernt ist, dem empfehle ich, mit einem Salzlager und einer eigenen Solelösestation zu arbeiten.